Der Hordelhof

Der Hordelhof in Günnigfeld
Der Hordelhof war ein sogenanntes “Dritt-Garben-Gut”; eine damals seltene Erscheinung. Und eben weil der Hof ein bedeutendes Gut, reich und umworben dazu, war, mag es ihm zu Zeiten der Dortmunder Fehde 1388/89 schlimm ergangen sein. Ein so großer und reicher Hof zog immer wieder rohe Kriegsvölker wie das Licht die Motten an.
In einer Märkischen Satzung aus dem 15. Jahrhundert zählte der Hodelhof zu den damals sieben Höfen der Bauernschaft Günnigfeld. Er war zu “fünf Gulden Landessteuer” eingeschätzt worden - doch er zahlte nichts. Warum? Der Hordelhof gehörte zum Machtbereich der Äbtissin von Essen; doch der Graf von der Mark und die klerikale Herrscherin waren wie “Hunde und Katze”: was der eine befahl, verbot die andere - und umgekehrt.
Ein Vermerk im Wattenscheider Propstei-Archiv aus späteren Zeiten besagt, dass der “Schulte vom Hordelhof dem Pfarrer zu Wattenscheid Franz Schulte-Hordelhoff-Stiftung einen Scheffel Messkorn zu liefern” hatte. Danach wurde es stiller um den Hordelhof. Auch die Zeiten waren ruhiger geworden und die Menschen vielleicht zufriedener. Eine Grundbucheinsicht sagt aus, dass zum Hof bis 1874 52 Hektar Grundbesitz gehörten. Eigentümer war Hordelhoff-Schulze, Diedr. Heinrich, und sein Nachfolger Schulte-Hordelhoff, Theodor; erstmals wird der Name in dieser Vollständigkeit und Zusammensetzung erwähnt.
1875 wurden 10 Hektar an die Gewerkschaft der Zeche Hannover verkauft. Ein Grundbuchvermerk aus dem Jahre 1903 besagt, dass Franz Schulte-Hordelhoff, Gutsbesitzer, Eigentümer von 42 Hektar Grundbesitz war. 1911 verkaufte er 6 Hektar an “Krupp, Fried. Alfred”. 1925 ging der Restbesitz von 31 Hektar in den Besitz der Gelsenkirchener Bergwerks AG über. Franz Schulte-Hordelhoff erwarb von dem Verkaufserlös seine Güter in Overath und seine Villa in Meerbusch.
Die Gebäude blieben stehen und wurden von den neuen Besitzern verpachtet. Erst Anfang der sechziger Jahre wurde der Hordelhof abgebrochen. Alte Günnigfelder wissen noch zu berichten, dass auch eine Ziegelei in unmittelbarer Nachbarschaft des Hofes gestanden hat. Wer sich heute die Mühe macht, über die Müllkippe des “Schalker Vereins” an der Osterfeldstraße zu spazieren, stößt noch auf Reste des meterdicken Ringofens dieser Ziegelei.
Verbrieft ist, dass der Günnigfelder Volkspark einst zum Grundbesitz des Hordelhofes gehörte, wie auch große Teile der Grundstücke zwischen Osterfeldstraße, Ossenkuhle bis zur Günnigfelder Straße, auf denen Arbeitersiedlungen errichtet worden sind.

Der Hordelhof in Günnigfeld
Der Hordelhof war ein sogenanntes “Dritt-Garben-Gut”; eine damals seltene Erscheinung. Und eben weil der Hof ein bedeutendes Gut, reich und umworben dazu, war, mag es ihm zu Zeiten der Dortmunder Fehde 1388/89 schlimm ergangen sein. Ein so großer und reicher Hof zog immer wieder rohe Kriegsvölker wie das Licht die Motten an.
In einer Märkischen Satzung aus dem 15. Jahrhundert zählte der Hodelhof zu den damals sieben Höfen der Bauernschaft Günnigfeld. Er war zu “fünf Gulden Landessteuer” eingeschätzt worden - doch er zahlte nichts. Warum? Der Hordelhof gehörte zum Machtbereich der Äbtissin von Essen; doch der Graf von der Mark und die klerikale Herrscherin waren wie “Hunde und Katze”: was der eine befahl, verbot die andere - und umgekehrt.
Ein Vermerk im Wattenscheider Propstei-Archiv aus späteren Zeiten besagt, dass der “Schulte vom Hordelhof dem Pfarrer zu Wattenscheid Franz Schulte-Hordelhoff-Stiftung einen Scheffel Messkorn zu liefern” hatte. Danach wurde es stiller um den Hordelhof. Auch die Zeiten waren ruhiger geworden und die Menschen vielleicht zufriedener. Eine Grundbucheinsicht sagt aus, dass zum Hof bis 1874 52 Hektar Grundbesitz gehörten. Eigentümer war Hordelhoff-Schulze, Diedr. Heinrich, und sein Nachfolger Schulte-Hordelhoff, Theodor; erstmals wird der Name in dieser Vollständigkeit und Zusammensetzung erwähnt.
1875 wurden 10 Hektar an die Gewerkschaft der Zeche Hannover verkauft. Ein Grundbuchvermerk aus dem Jahre 1903 besagt, dass Franz Schulte-Hordelhoff, Gutsbesitzer, Eigentümer von 42 Hektar Grundbesitz war. 1911 verkaufte er 6 Hektar an “Krupp, Fried. Alfred”. 1925 ging der Restbesitz von 31 Hektar in den Besitz der Gelsenkirchener Bergwerks AG über. Franz Schulte-Hordelhoff erwarb von dem Verkaufserlös seine Güter in Overath und seine Villa in Meerbusch.
Die Gebäude blieben stehen und wurden von den neuen Besitzern verpachtet. Erst Anfang der sechziger Jahre wurde der Hordelhof abgebrochen. Alte Günnigfelder wissen noch zu berichten, dass auch eine Ziegelei in unmittelbarer Nachbarschaft des Hofes gestanden hat. Wer sich heute die Mühe macht, über die Müllkippe des “Schalker Vereins” an der Osterfeldstraße zu spazieren, stößt noch auf Reste des meterdicken Ringofens dieser Ziegelei.
Verbrieft ist, dass der Günnigfelder Volkspark einst zum Grundbesitz des Hordelhofes gehörte, wie auch große Teile der Grundstücke zwischen Osterfeldstraße, Ossenkuhle bis zur Günnigfelder Straße, auf denen Arbeitersiedlungen errichtet worden sind.